Bühne frei fürs Statttheater

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Eine Stadthalle hat Homberg, ein Theater nicht. Stattdessen aber nun ein „Statttheater“ wie der Homberger Kulturring, der Stadtjugendring und das Stadtmarketing ihr neues Projekt nennen. Denn damit holen die kulturschaffenden Vereine vier überregionale Theaterstücke, ein Orchesterkonzert und ein regionales Bühnenstück für die Herbst- und Wintermonate in die Stadthalle. Seit Jahresbeginn wird das Projekt „Statttheater“ voran gebracht, das Projekt lastet auf vielen Schultern, erklärt Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Federführend sei der Homberger Kulturring. Ziel war es laut Ritz, ein hochkarätiges Programm auf die Beine zu stellen und das zu Preisen für die Theatergäste, die im Vergleich zu den Schauspielshäusern der Republik moderat sind. Das mache unter anderem die Unterstützung durch die Kreissparkasse Schwalm-Eder, dem Energieversorger kbg und der VR-Partnerbank Chattengau-Schwalm-Eder möglich. Das neue Statttheater soll modern sein und eine breite Zielgruppe ansprechen. Dafür habe man bei der Wahl der Stücke nicht nur darauf geachtet, dass die Spielpläne der Theatergruppen und die Belegung der Stadthalle vereinbar sind. Auch spielte das Genre eine große Rolle: Gezeigt werden daher ein Gerichtsdrama, zwei Komödien und ein Mikromusical. Zum Teil sind bekannte TV-Schauspieler wie Markus Brandrup (Rote Rosen) auf der Bühne zu sehen. Außerdem wird es das Hr-Orchester auftreten und die Kleine Bühne Schwalm-Eder ist mit ihrem traditionellen Weihnachtsmärchen mit dabei. Das Stadtmarketing unterstütze das Projekt mit aller Euphorie, sagte der Vorsitzende Simone Bressan. „Das Statttheater soll nachhaltig sein und erneut eine feste Theaterkultur in Homberg entstehen lassen.“ Mit der Stadthalle habe man einen Schatz in der Ziegenhainer Straße, der nun mehr als bisher für Homberg leisten kann, meinte Ritz. Zum Beispiel die kulturelle Vielfalt in Homberg auch nach außen strahlen zu lassen. Die Winterspielzeit beginnt am 3. Oktober und endet am 21. März 2018.