Erfolgreich mit Mut und Gemeinsinn

VR-Partnerbank Chattengau/Schwalm-Eder hatte Mitglieder eingeladen

VON RAINER ZIRZOW (HNA vom 19.03.2019)

Gudensberg – Gemeinsamkeit, auch wenn unterschiedliche Interessen vorliegen, macht es möglich, große Ziele zu erreichen: Unter diesem Slogan hatte die VR-Partnerbank Chattengau/Schwalm-Eder zu ihren Mitgliederforen eingeladen. Sie fanden an den Standorten in Gudensberg, Fritzlar, Homberg und Melsungen statt. Die Vorstandsmitglieder nutzten bei den vier Foren die Gelegenheit, die Mitglieder der Genossenschaft über die zufriedenstellenden Geschäftszahlen zu informieren (siehe Hintergrund). Danach hatte der Schauspieler und Persönlichkeitscoach Johannes Warth die Bühne für sich. „Mut tut gut“ hieß das Motto von Warth. Er holte sich fünf Bankangestellte und fünf Kunden des Geldinstituts auf die Bühne, drückte jeder Gruppe ein Tau-Ende in die Hände und forderte dann zum Tauziehen auf – aber nicht, um einen Sieger ausfindig zu machen. Das Ziel hieß vielmehr, gemeinsam das Tau so stark zu spannen, dass der Moderator darauf balancieren konnte. Es gelang, und das gemeinsame Ziel war erreicht. Warth gewann mit viel Humor und Tiefsinn die ungeteilte Aufmerksamkeit des Publikums, als er seine Mut-Begriffe erklärte. Unter anderem ging er auf den Weh-Mut, den Wer-Mut, Froh-Mut und den Wage-Mut ein. Zu letzterem forderte er Freiwillige aus dem Publikum dazu auf, fünf Euro in seinen Klingelbeutel zu werfen, ohne zu wissen, was damit passiert. Eine Dame war mutig und wurde belohnt: Aus dem Fünf-Euro- war ein Zehn-Euro- Schein geworden. Der nächste Freiwillige war Ralph Habenicht, der 20 Euro einsetzte, obwohl er gewarnt worden war, dass man nicht wisse, wie die Rendite letztlich ausfallen werde. Er holte schließlich sogar 50 Euro aus dem Beutel heraus. Warth ergänzte, dass Habenicht für wohl alle im Saal erst einmal als der Dumme galt, doch das habe sich schnell gedreht: „Da unten sitzen jetzt die Dummen.“ Einen Tipp gab der Mutmacher allen mit auf den Heimweg: „Es spielt keine Rolle, was Sie morgens vor dem Spiegel sagen, weil Sie der Meinung sind, dass es wieder mal ein Scheißtag werden wird. Entscheidend ist, was Sie sagen, wenn Sie draußen sind. Sagen Sie einfach: Das Beste, was den Menschen heute begegnen kann, bin – ich. Wenn nicht, dann bleiben Sie im Bad.“

Gemeinsam zum Erfolg: Beim ersten Mitgliederforum der VR-Partnerbank Chattengau/Schwalm-Eder zeigte Persönlichkeitscoach Johannes Warth (auf dem Seil), was mit Mut und Vertrauen geschafft werden kann. Kunden (links) und Banker zogen das Tau zusammen straff, damit er darauf stehen konnte. Foto: © Rainer Zirzow
Gute Stimmung: Das Publikum im voll besetzten Saal hatte Spaß. Foto: © Rainer Zirzow
Mut tut gut: Ralph Habenicht (links) hatte Vertrauen und bekam von Johannes Warth die Belohnung. Foto: © Rainer Zirzow

HINTERGRUND

VR-Partnerbank: „Wir haben mehr Chancen als Risiken“

Kai Mardorf und Thomas Völker (zum Vorstand der VR-Bank gehören außerdem Anja Kukuck-Peppler und Stefan Kördel) eröffneten das Forum mit Fakten und Zahlen. Mardorf ging auf die weltweiten und regionalen Rahmenbedingungen für 2018 ein und betonte, dass neben einer mutigen Gestaltung auch die Erhaltung von Werten ein wichtiger Faktor für die Zukunft sei. Mardorf: „Wir haben mehr Chancen als Risiken.“ Völker wartete mit zufriedenstellenden Zahlen auf, wobei er betonte, dass auch die Bank von der Niedrigzinspolitik betroffen sei. Der Jahresüberschuss von drei Millionen Euro (2017 waren es 2,8 Mio.) sei daher als Erfolg zu werten. Bei den Kundenkrediten ergab sich ein Zuwachs von 50 Mio. Euro auf das Gesamtvolumen von 908 Mio. Euro. Die Kundeneinlagen wuchsen um 41 Mio. Euro auf 1.439 Mio. Euro. 1,45 Mio. Euro investierte die Bank in der Region, 250 000 Euro wurden gespendet. Ziele für 2019 sind stärkere Kundenberatung, bessere Erreichbarkeit, moderne Geschäftsstellen.