Die Liebe war ein großes Thema

Opern und Operetten waren beim Neujahrskonzert der VR PartnerBank in Homberg zu hören

Brachten Eleganz und musikalische Ausdruckskraft zusammen: Claus Durstewitz (links) und Katerina Beranova traten in der Homberger Stadthalle auf. Dirigent Antal Barnás (rechts) trug mit kleinen Anekdoten zur guten Stimmung beim Konzert bei.

HOMBERG. Die VR PartnerBank hat das neue Jahr mit einem Konzert in der Homberger Stadthalle begrüßt. Die Ungarische Kammerphilharmonie und die Solisten Katerina Beranova und Claus Durstewitz wurden am Sonntagnachmittag mit großem Applaus vom Publikum gefeiert. Mit leisen Tönen, von einem Oboensolo unterbrochen, eröffnete die Ungarische Kammerphilharmonie unter Leitung von Antal Barnás das Konzert mit der Ouvertüre zu Gioachino Rossinis „L’italiana in Algeri“. Daraufhin nahm die Musik Fahrt auf, wurde lebhaft und fröhlich.

Es folgte abwechslungsreiche Musik, die immer wieder zu den leisen Tönen zurückfand und in der verschiedene Bläser mit Soli hervortraten. Da waren die Zuhörer bereits überzeugt und reagierten mit begeistertem Applaus, der von Stück zu Stück größer wurde. Den Bläsersoli folgten Arien aus Opern und Operetten, in denen das Thema Liebe nicht zu kurz kam. Das Ehepaar Katerina Beranova (Koloratursopran) und Claus Durstewitz (lyrischer Tenor) überzeugte nicht nur mit abwechslungsreichen Stimmen und der Hingabe an die Arien. Sie zeigten auch die Wandlungsfähigkeit von Verzweiflung in „Una furtiva lagrima“ von Gaetano Do-nizetti, das Claus Durstewitz sang, bis hin zu verführerisch in „Meine Lippen, die küssen so heiß“ von Franz Lehár, das Katerina Beranova vortrug. Beranova, Dozentin an der Linzer Anton-Bruckner-Universität, und der lyrische Tenor verstehen es, Eleganz und musikalische Ausdruckskraftzu vereinen.

In den zwei Duetten „Brindisi“ von Giuseppe Verdi und „Mein Liebeslied muss ein Walzer sein“ von Robert Stolz verschmolzen sie spielerisch zu einer Einheit. Beranova erheiterte die Zuhörer in der Rolle der Primadonna aus Carl Millöckers Operette „Der arme Jonathan“, als sie die Leiden und Kapriolen einer Diva besingt und spielt. Dirigent Barnás dirigierte nicht nur energisch und temperamentvoll, mit viel Gespür für die Interpretationen der Solisten, er trug auch zur Stimmung bei dem Konzert bei, indem er zwischen den einzelnen Musikstücken Anekdoten aus der Wiener Musikszene vorlas.

Das Konzert endete nach dem Vorbild aus Wien mit dem Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß Junior und dem „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauß Senior. Zum Walzer eröffneten die beiden Solisten das Tanzen und forderten nach und nach das Publikum auf, mitzutanzen. Nach frenetischem Applaus gab es noch drei Zugaben: einen Ungarischen Walzer von Brahms, „Time to say Good Bye“ mit Beranova und Durstewitz und als Höhepunkt noch einen Czardasz mit dem 1. Geiger des Orchesters. In Fritzlar fand das gleiche Konzert am Sonntagabend in der Stadthalle statt.

Agnes Dürr (HNA, 9. Januar 2018)

Spende beim Neujahrskonzert

Beim Neujahrskonzert der VR PartnerBank in der Stadthalle Homberg nahm Jan Schlüter (Chefredaktion HNA) eine beachtliche Spende entgegen: Anja Kukuck-Peppler vom Vorstand der VR PartnerBank überreichte ihm die Summe von 5.000 Euro, die nun der HNA Aktion Kinder für Nordhessen zugutekommt. Damit startete das Konzert mit der Ungarischen Kammerphilharmonie und den Solisten Katerina Beranova und Claus Durstewitz mit guter Laune.